......wenn man mit der Eitelkeit dieser Welt nichts mehr zu schaffen hat und in Lumpen geht, kurz, wenn man nichts mehr geniesst, denkt man über alles nach. Die Dinge nehmen ihren Lauf, und ich sehe ihnen zu; früher lief ich mit ihnen und taugte darum nicht mehr; glaubt mir, um über alles richtig urteilen zu können, sollte man an nichts mehr beteiligt sein. Früher zum Beispiel hätte ich nicht so gerecht über eine Sache gedacht, die mich eben beschäftigt. Ich sehe nämlich von meinem Fenster aus einen Mann auf der Strasse, mit dessen Anzug man, wenn er verkauft würde, ein halbes Dutzend Waisen verheiraten könnte. Das ist wild für einen Jäger wie mich: ach mit welcher Lust nehme ich ihn von meinem Dachboden aus aufs Korn. Da jetzt streckt ihm ein armer Mensch wie ich die Hand entgegen, um etwas von ihm zu bekommen, aber er gibt nichts. Offensichtlich sagt er tzu ihm: Gott segne dich; und das ist immerhin etwas, eine Barmherzigkeit, die man nicht erweisen will, an Gott weiterzugeben. Reden wir doch einmal mit unserem Mann; "Oh Monsieur, wie gut Sie asussehen, wie prächtig! Ich suche einen Menschenm daß heisst jemanden der diesen Namen verdient; wären Sie nicht zufällig mein Fall?; denn es sieht fast so aus. Warten Sie einen Augenblick, damit mein Verstan Sie betrachtet, daß ist eine augezeichnete Brille um den Wert der Dinge zu erkennen. Oh je!, ich glaube Ihr schöner Anzug hat nicht mehr soviel Glanz, Ihr Gold wird matt, ich finde es töricht: was machen sie auf einem Kleid damit? Man hält sie ja für eine Goldmine in Peru. Alle Wetter schämen Sie sich nicht, soviele Goldbarren völlig nutzlos an sich zu hängen, während Sie sie zu Geldstücken gemünzt an soviele Unglückliche hier verteilen könnten, die vor Hunger sterben? Geben Sie ihnen nichts, wenn Sie wollen, behalten Sie alles für sich,aber zeigwen Sie ihnen nicht noch, daß Sie ihnen das Leben erkaufen könnten, denn sehen die UNglücklichen nicht den Bewies dafür auf Ihrem Kleid? Verbergen Sie IHnen wenigstens Ihr Herz, ziehen Sie diesen Anzug aus, der eine Beleidigung für das Elend der Armen ist, und der weder Hunger noch Durst kennt. Wissen Sie denn nicht sehr wohl, daß es barbarisch ist, ihr Geld in den Fluss zu werfen, wenn man es auf ein Kleid wirft, daß damit gar nichts anzufangen weiss, daß weder wärmer für den Winter, noch leichter für den Sommer dadurch wird? He, für wen verzieren und besticken Sie es denn so? Ist es für mich? Um mir mehr Hochachtung vor Ihnen einzuflössen? Auf diesem Leim kriche ich nicht mehr, aus dem Alter bin ich raus, denn weder der Händler noch der Schneider machen einen Menschen achtbar, und ausserdem kann ich Sie in diesem Aufzug nicht betrachten ohne das mir die Tränen in die Augen kommen- Verziehen SIe sich! Ich bin doch kein Barbar: ich sehe Menschen, die leiden, ich sehe das Gute, das Sie ihnen tun könnten und ihr Anblick macht mir Kummer. Geen Sie, sag ich IHnen, Sie sind kein Mensch,und ich suche einen. Wenn ich einen Wolf suchte, gäbe ich Ihnen vor allen vierbeinigen Wölfen den Vorzug, denn diese sind nicht so grausam wie Sie, da sie sich ihrer Grausamkeit nicht bewusst sind, während Sie sich der IHren bewusst werdene könnten. Suchen wir doch woanders. Ich sehe da unten so viele Menschen, wäre da nicht einer dabei wie ich ihn brauche? Oh Lal la! Ich sehe da einen, vor dem sich alles krümmt. Wer ist das? Ein Mann mit einem Titel, die Konventionen haben ihn zu einem Mächtigen gemacht, daß heisst sie haben ihm das Vorrecht verschaffft noch kleiner zu sein als die anderen. Nützt er es aus? Ich weiss es nicht. Aber es ist etwas schreckliches, keine Verdienste zu haben, um geachtet zu werden; und die ihn grüssen, wären gern in der gleichen Lage, nicht ihn grüssen sie, sondern sein Vorrecht. Wenn diese Art Leute sich über einen Mächtigen beklagen, wenn sie sagen, er sei herzlos, hart, er verachrte sie, dann lasst sie reden; in Wirklichkeit verdienen sie es nicht besser, denn sie hassen nicht seine schlechten Eigenschaften, sondern neiden ihm die Freiheit, sie offen zeigen zu dürfen. Ich kannte mal einen Mann, der den Hochmut der grossen Herren nicht ertragen konnte., die moralischen Betrachtungen, die er über sie anstellte, waren wunderschön, wenn er jemals Karriere macht, wird er ein Musterbeipiel eines verünftigen Menschen sein, sagte man von ihm. Er machte Karriere, er erhielt einen hohen Posten: ich habe niemals einen beschränkteren und eingebildeteren Menschen gesehen als ihn. Und woher kam es, das er verändert schien? Daher, das ein Mensch, wenn er in mittelmässigen Verhältnissen lebt, nicht wagt, seinem Hochmut freien Lauf zu lassen, er muss ihn im Zaume halten, als guter Franzose muss er klein beigeben: denn wenn er es nicht tut, dann wird er gedemütigt. Und das kränkt ihn zutiefst. Daher deütigt er sich aus klugem Stolz lieber selbst, damit es kein anderer tut. Man sieht ihn also gut,schlicht,verträglich, ohne Verständnis für das grosse Gehabe mancher Leute, er kann sich nicht vorstellen, wieso man so hochmütig sein kann, er schüttelt de Kopf über alle die es sind. Ach welch guter Apostel. Wisst ihr, was es denkt? Da ich meinen Hochmut nicht zeigen kann, muss ich mich an denen rächen, die ihren frei zur Schau tragen dürfen und auch tun. Ich muss erklären, daß ich sie bedauere, das setzt sie in den Augen der anderen herab und verhindert, daß man sie bedeutend höher einschätzt als mich. Denn ch kann diese Leute nicht ertragen, man erscheint ihnen gegenüber als ein Nichts, und wenn ich sie herabwürdige erleichtert mich das. Außerdem glauben dei anderen, wenn ich erkläre, daß ich den Hochmut als eine Dummheit ansehe, ich sei nicht hochmütig und man braucht es mirt gegenüber nicht zu sein, weil ich den Hochmut verachte oder ihn nicht zur Kenntnis nehme. Versteht er sich nicht gut darauf, unser Heuchler, hm? Ihr könnt gewiss sein, das er all das denkt, was ich ihn sagen lasse, und immer wenn ihr auf so einen vernünftigen Kopf stoßt, der für den Hochmut der anderen so viel Verachtung zeigt, könntet ihr in aller Ruhe den seinen verachten: Er sit ein Gefangener, der frei sein möchte und mit jedem Hochmut Streit sucht, der freies Spiel hat, da könnt ihr sicher sein.

Über Stolz undÜberheblichkeit

Der Weihnachtsmann
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